U21 holt drei Zähler in Landsberg

Hochverdient holte die U21 am Freitagabend alle drei Punkte im 3C-Sportpark in Landsberg. Awata, Greilinger und zweimal Memetoglou erzielten die Löwen-Treffer bei einem Gegentor von Siegwart. 1860 konnte sich sogar den Luxus eines verschossenen Elfmeters von Awata leisten und ging dennoch als verdienter Sieger vom Feld.

1860 erwischte im 3C-Sportpark einen Traumstart und nutzte bereits nach zwei Minuten einen Schnitzer in der Landsberger Abwehrreihe. Mohamad Awata hatte bei seinem Angriff den Ball verloren, holte ihn sich nach dem Fehler aber zurück, stand frei vor dem Keeper und konnte einschieben. Im Anschluss kontrollierte 1860 gegen nun fahrige und nervöse Gastgeber die Partie, jedoch ohne Kapital daraus zu schlagen.

Mit einem der ersten Angriffe der Gastgeber fiel der Ausgleich, Schön flankte von der linken Seite und Kapitän Philipp Siegwart konnte unbedrängt einköpfen. Doch die Löwen ließen sich davon nicht beeindrucken und schlugen postwendend zurück. Greilinger kam nur vier Minuten nach dem Ausgleich auf der linken Bahn mit viel Tempo an den Ball, ging in den Strafraum und setzte den Ball über den Keeper hinweg in die lange Ecke.

Kurz vor der Pause hatte Awata dann die Vorentscheidung auf dem Fuß. Nachdem er im Strafraum gelegt wurde, trat er selbst vom Elfmeterpunkt aus an, scheiterte mit seinem halbhohen, nicht ausreichend platzierten Schuss aber am fliegenden Beigl im Tor der Landsberger. So blieb Landsberg im Spiel und die Partie weiter spannend.

Und die gaben zu Beginn der zweiten Spielhälfte auch noch einmal so richtig Gas und brachten die Defensive der extrem jungen Löwen gehörig unter Druck. Doch die schlugen ideal zurück, Okan Memetoglou kam im Strafraum an den Ball und nagelte ihn unter die Latte. Landsberg ließ die Köpfe hängen und kassierte 8 Minuten später die endgültige Entscheidung, als erneut Memetoglou an den Ball kam und ihn diesmal aus 25 Metern ins Netz setzte. Er krönte damit seine überragende Leistung.

Die restliche Partie mühte sich Landsberg brav und die Löwen vergaben noch einige Gelegenheiten, am Endstand änderte sich jedoch nichts mehr, die Löwen fuhren mit einem hochverdienten Sieg nach Hause.

Statistik:

Aufstellung TSV 1860 II: 1 Kretzschmar, 2 Zivkovic, 3 Heigl, 4 Gracic, 5 Siebdrat, 6 Genkinger, 7 Steer, 8 Memetoglou, 9 Awata, 10 Gambos, 11 Greilinger. Bank: 24 Obermeier, 12 Zimmermann, 13 Cyriacus, 14 Fischer, 15 Gebhart.

Aufstellung Landsberg: 27 Beigl, 4 Beinhofer, 7 Gilg, 9 Neuhaus, 10 Hennebach, 13 Siegwart D., 15 Siegwart P., 20 Storhas, 22 Schön, 23 Detmar, 26 Meichelböck. Bank: 1 Moritz, 5 Buschel, 6 Auerbach, 11 Özgül, 14 Mailänder, 24 Haug, 28 Göttle.

Tore: 0:1 Awata (2.), 1:1 Siegwart P. (22.), 1:2 Greilinger (26.), 1:3 Memetoglou (60.), 1:4 Memetoglou (68.)

Wechsel: Mailänder für Neuhaus (56.), Haug für Meichelböck (56.), Buschel für Hennebach (62.) – Cyriacus für Steer (58.), Fischer für Genkinger (66.), Zimmermann für Memetoglou (84.)

bes. Vorkommnis: Awata scheitert mit Foulelfmeter an Beigl (36.)

Zuschauer: 970 im 3C-Sportpark

Schiedsrichter: Michael Kögel (Schwabsoien)

Vorbericht:

Die Löwen-U21 tritt am Freitag, 4. August 2017, beim Tabellenschlusslicht TSV Landsberg an. Anpfiff im 3C-Sportpark ist um 18.30 Uhr.

„Landsberg ist eine sehr erfahrene Bayernliga-Mannschaft“, sagt 1860-Trainer Wolfgang Schellenberg über die Lechstädter, die in den beiden letzten Spielzeiten erst über die Relegation die Klasse halten konnten. „Sicher haben sie keinen optimalen Start hingelegt“, so der 46-Jährige mit Blick auf die beiden 1:2-Niederlagen. „Deshalb wird Landsberg alles dransetzen, die ersten Punkte gegen uns zu holen. Das kann ein Vor-, aber auch ein Nachteil für uns sein“, findet Schellenberg.

Sein Team wartet ebenfalls noch auf den ersten Sieg. Nach zwei Remis zum Auftakt gab es zuletzt im Heimspiel eine 0:1-Niederlage gegen den SV Heimstetten. „Wir konnten das Spiel trotz der hohen Qualität des Gegners ausgeglichen gestalten. Ich denke, Heimstetten wird in der Bayernliga eine gute Rolle spielen“, erklärt Schellenberg.

Er gehe mit seiner Mannschaft in jedes Spiel, um zu gewinnen. Das sei auch am Freitag in Landsberg so. Welche Spieler ihm dabei zur Verfügung stehen, weiß Schellenberg noch nicht. „Das entscheidet sich kurzfristig. Wir müssen schauen, wie die personelle Situation bei der ersten Mannschaft aussieht. Die haben einige Verletzte.“

Nichtsdestotrotz kann sein zusammengewürfeltes Team gegen jeden Gegner bestehen. Das hat es in den ersten drei Spielen deutlich gemacht. Gleichzeitig musste der Löwen-Trainer auch einige Schwächen feststellen. „Wir müssen cleverer und robuster, schneller von der Handlungsfähigkeit werden und insgesamt dominanter auftreten“, so sein Fazit, „um die Ziele, die die Spieler selbst haben, zu erreichen. Dort müssen wir ansetzen“, lautet seine Forderung.

Eine Erkenntnis ist, dass die „entscheidenden Tore“ nicht erzielt werden. Gegen Heimstetten hatte Felix Bachschmid vor der Pause zwei Mal die Führung auf dem Fuß, auch Ugur Türk besaß die Möglichkeit zum 1:0. „Da hat die Cleverness und Abgezocktheit vor dem Tor gefehlt“, bemängelt der Fußball-Lehrer. Gleichzeitig moniert Schellenberg die „Unerfahrenheit bei den Gegentoren gegen Heimstetten und Kirchanschöring“.

Doch vieles ist der besonderen Situation der U21 geschuldet, die in keiner eigenen Gruppe trainiert. „Wir wussten von Anfang an, dass es schwierig wird. Die Alternative wäre gewesen, die U21 abzumelden. Denn der Fokus liegt ganz klar auf der A-Jugend“, erklärt Schellenberg. „Trotzdem hat man in den ersten Spielen gesehen, dass wir in der Lage sind, gegen alle Mannschaften zu bestehen.“